Die Abmahnung ist die formalisierte Rüge eines konkreten, schuldhaften Vertragsverstoßes, verbunden mit der unmissverständlichen Warnung, dass im Wiederholungsfall der Bestand des Arbeitsverhältnisses gefährdet ist. Sie erfüllt da...
Begriff ansehen →Abrufarbeit ist ein Modell variabler Arbeitszeit, bei dem die Lage und teils der Umfang der Arbeit dem Arbeitsanfall folgen und der Arbeitgeber die Leistung nach Bedarf abruft. Das Gesetz schützt vor uferloser Flexibilität: Fehlt...
Begriff ansehen →Das AGG verbietet Benachteiligungen wegen Rasse oder ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexueller Identität. Geschützt sind sämtliche Phasen des Beschäftigungsverhältnisses – von...
Begriff ansehen →Eine Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) nach § 5 TVG erstreckt einen Tarifvertrag über den Kreis der Tarifgebundenen hinaus. In der Zeitarbeit läuft der zentrale Mindestlohnmechanismus aber nicht über die klassische AVE, sondern...
Begriff ansehen →Annahmeverzug nach § 615 BGB liegt vor, wenn der Arbeitgeber die ordnungsgemäß angebotene Arbeitsleistung nicht annimmt. Der Arbeitnehmer behält dann seinen Vergütungsanspruch, ohne zur Nachleistung verpflichtet zu sein. In der Ze...
Begriff ansehen →Arbeitgeber ist, wer mindestens einen Arbeitnehmer aufgrund privatrechtlichen Vertrags beschäftigt und das Direktionsrecht innehat. In der Arbeitnehmerüberlassung wird die typische Arbeitgeberstellung funktional aufgespalten: Der...
Begriff ansehen →Arbeitnehmer ist nach § 611a BGB, wer im Dienst eines anderen zu weisungsgebundener, fremdbestimmter Arbeit in persönlicher Abhängigkeit verpflichtet ist. Maßgeblich ist die tatsächliche Durchführung, nicht die Vertragsbezeichnung...
Begriff ansehen →Das AEntG erstreckt zwingende Mindestarbeitsbedingungen – vor allem Branchenmindestlöhne, aber auch Urlaubsregelungen und Sozialkassenbeiträge – auf alle in einer Branche tätigen Arbeitgeber, einschließlich entsandter und ausländi...
Begriff ansehen →Die Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ) ist durch das arbeitsrechtliche Dreiecksverhältnis gekennzeichnet: Grundverhältnis (Arbeitsvertrag Verleiher– Leiharbeitnehmer), Erfüllungsverhältnis (Überlassungsvertrag Verleiher–Entleiher) und...
Begriff ansehen →Das AÜG (1972) ist Schutzgesetz und Marktordnungsrecht zugleich. Es verfolgt drei Ziele: Schutz der Leiharbeitnehmer (Equal Pay/Treatment, Höchstdauer), Ordnung des Marktes (Erlaubnispflicht, Aufsicht durch die BA) und Schutz des...
Begriff ansehen →Der AÜV ist der schuldrechtliche Vertrag im Erfüllungsverhältnis zwischen Verleiher und Entleiher. Gegenstand ist nicht ein bestimmter Arbeitserfolg wie beim Werkvertrag, sondern die Bereitstellung von Arbeitskraft. Er regelt typi...
Begriff ansehen →Arbeitsschutz umfasst alle Pflichten zur Verhütung von Arbeitsunfällen und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren, von Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung bis zu Schutzausrüstung und arbeitsmedizinischer Vorsorge. In der Zeitarb...
Begriff ansehen →Der Arbeitsvertrag in der Zeitarbeit begründet das Arbeitsverhältnis zwischen Zeitarbeitnehmer und Verleiher. Er ist vom jeweiligen Kundeneinsatz zu trennen: Das Arbeitsverhältnis besteht unabhängig davon fort, ob aktuell eine Übe...
Begriff ansehen →Das ArbZG begrenzt die werktägliche Höchstarbeitszeit grundsätzlich auf acht Stunden (§ 3), verlängerbar auf zehn Stunden, sofern im Ausgleichszeitraum von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen im Schnitt acht Stunden nicht übersch...
Begriff ansehen →Das Arbeitszeitkonto entkoppelt die geleistete Arbeitszeit von der Entgeltzahlung und ermöglicht so ein verstetigtes Monatsentgelt. Es ist das zentrale Flexibilisierungsinstrument, mit dem das wirtschaftliche Risiko schwankender E...
Begriff ansehen →Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer Anspruch auf ein Zeugnis, das zugleich wahr und wohlwollend sein muss – der Zeugniswahrheit gebührt im Konfliktfall Vorrang. Zu unterscheiden sind das einfache Zeugnis (...
Begriff ansehen →Der Aufhebungsvertrag beendet das Arbeitsverhältnis einvernehmlich durch zweiseitige Vereinbarung und umgeht damit Kündigungsschutz und Kündigungsfristen. Er bedarf nach § 623 BGB der Schriftform und unterliegt einer richterlichen...
Begriff ansehen →Der Auskunftsanspruch gibt dem Leiharbeitnehmer das Recht, vom Entleiher Auskunft über die im Einsatzbetrieb für einen vergleichbaren Stammarbeitnehmer geltenden wesentlichen Arbeitsbedingungen – insbesondere das Arbeitsentgelt –...
Begriff ansehen →Ausschluss- oder Verfallfristen führen dazu, dass Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis erlöschen, wenn sie nicht innerhalb einer bestimmten Frist und Form geltend gemacht werden. Anders als die Verjährung wirken sie rechtsvernichte...
Begriff ansehen →Der BAP (Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister) war neben dem iGZ einer der beiden maßgeblichen Arbeitgeberverbände der deutschen Zeitarbeitsbranche. Er fungierte als Tarifpartner gegenüber der DGB-Tarifgemeinschaft Z...
Begriff ansehen →Eine Befristung begrenzt das Arbeitsverhältnis kalendermäßig oder zweckbezogen, sodass es ohne Kündigung endet. Das TzBfG verlangt für die Befristung grundsätzlich Schriftform und unterscheidet zwischen sachgrundloser Befristung i...
Begriff ansehen →Der Betriebsrat ist das nach dem BetrVG gewählte Organ der Belegschaftsvertretung mit Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechten in sozialen, personellen und wirtschaftlichen Angelegenheiten. In der Zeitarbeit existieren zwei relevant...
Begriff ansehen →Das Betriebsverfassungsgesetz regelt die betriebliche Mitbestimmung in privatwirtschaftlichen Betrieben, insbesondere Errichtung, Wahl, Zusammensetzung und Rechte des Betriebsrats sowie die Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber. Es e...
Begriff ansehen →Geht ein Betrieb oder Betriebsteil durch Rechtsgeschäft auf einen neuen Inhaber über, treten die bestehenden Arbeitsverhältnisse kraft Gesetzes mit allen Rechten und Pflichten auf den Erwerber über. Die Arbeitnehmer sind über den...
Begriff ansehen →Branchenzuschläge (TV BZ) sind eigenständige Tarifverträge, die für definierte Einsatzbranchen einen nach Einsatzdauer gestaffelten prozentualen Aufschlag auf das Tarifentgelt vorsehen. Funktional sind sie das tarifliche Instrumen...
Begriff ansehen →Die BA ist im AÜG-Kontext Erlaubnis- und Überwachungsbehörde. Sie bündelt die Erlaubniserteilung (regionale Zuständigkeit), die laufende Aufsicht und die Statistik (Arbeitnehmerüberlassungsstatistik). Daneben ist sie Trägerin der...
Begriff ansehen →Die Bürgenhaftung macht den Entleiher für bestimmte Verbindlichkeiten des Verleihers einstandspflichtig. Nach § 28e Abs. 2 SGB IV haftet der Entleiher für die auf das überlassene Personal entfallenden Gesamtsozialversicherungsbeit...
Begriff ansehen →Unter CGZP-Rechtsprechung versteht man die Beschlüsse des Bundesarbeitsgerichts aus den Jahren 2010 und 2012, mit denen der „Tarifgemeinschaft Christliche Gewerkschaften Zeitarbeit und PSA" die Tariffähigkeit abgesprochen wurde. D...
Begriff ansehen →Compliance bezeichnet die organisatorischen Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen die Einhaltung gesetzlicher, tariflicher und vertraglicher Vorgaben sicherstellt. In der Zeitarbeit ist sie geschäftskritisch, weil Verstöße nicht nu...
Begriff ansehen →Die DGB-Tarifgemeinschaft Zeitarbeit ist der gewerkschaftliche Zusammenschluss innerhalb des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der auf Arbeitnehmerseite die Branchentarifverträge der Arbeitnehmerüberlassung verhandelt. Sie tritt als...
Begriff ansehen →Der Datenschutz in der Arbeitnehmerüberlassung ist durch ein Dreiecksverhältnis geprägt: Personenbezogene Daten der Zeitarbeitnehmer werden zwischen Verleiher und Entleiher ausgetauscht, während der Verleiher als Arbeitgeber daten...
Begriff ansehen →Der Dienstvertrag (§ 611 BGB) verpflichtet zur Leistung von Diensten gegen Vergütung, ohne einen bestimmten Erfolg zu schulden. Der Arbeitsvertrag ist nach § 611a BGB ein Unterfall des Dienstvertrags, gekennzeichnet durch persönli...
Begriff ansehen →Die Disposition ist die operative Steuerungsfunktion im Personaldienstleistungsunternehmen. Der Disponent koordiniert die Zuteilung der Zeitarbeitnehmer auf die Kundeneinsätze, balanciert Auslastung gegen Kundenbedarf und ist zugl...
Begriff ansehen →Die Drehtürklausel ist eine Missbrauchsschranke gegen die Substitution von Stammpersonal durch günstigere Leiharbeit über den „Dreh" einer zwischengeschalteten Entlassung und Wiederbeschäftigung. Sie hebt für die betroffene Person...
Begriff ansehen →Der Einsatzbetrieb (Kundenbetrieb) ist der Ort der tatsächlichen Arbeitsleistung und der Eingliederung. Hier konzentriert sich ein erheblicher Teil der geteilten Arbeitgeberfunktionen: fachliches Weisungsrecht, Arbeitsschutz, fakt...
Begriff ansehen →Eine Einsatzwechseltätigkeit liegt vor, wenn ein Arbeitnehmer seiner Tätigkeit typischerweise an wechselnden Orten nachgeht und keine dauerhafte erste Tätigkeitsstätte hat. Die Zeitarbeit ist hierfür der Prototyp, da Mitarbeiter n...
Begriff ansehen →Die Einstufung nach Tätigkeit ist das tragende Eingruppierungsprinzip des DGB-GVP-Tarifwerks. Maßgeblich für die Zuordnung zu einer Entgeltgruppe ist die tatsächlich ausgeübte Tätigkeit im Einsatz, nicht der formale Berufsabschlus...
Begriff ansehen →Die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall sichert dem Arbeitnehmer bei unverschuldeter Arbeitsunfähigkeit die Fortzahlung des Arbeitsentgelts für bis zu sechs Wochen. Sie greift unabhängig davon, ob der Zeitarbeitnehmer im fraglich...
Begriff ansehen →Die Entgeltgruppen bilden das Lohngitter des DGB-GVP-Tarifwerks. Es gibt neun Gruppen von EG 1 für einfachste, anlernbare Tätigkeiten bis EG 9 für hoch qualifizierte und verantwortungsvolle Aufgaben. Die Zuordnung erfolgt nach der...
Begriff ansehen →Der Entgeltrahmentarifvertrag (ERTV) ist der Teil des DGB-GVP-Tarifwerks, der die Eingruppierungssystematik regelt. Er definiert die neun Entgeltgruppen EG 1 bis EG 9 und beschreibt anhand von Tätigkeitsmerkmalen, welche Aufgaben...
Begriff ansehen →Der Entgelttarifvertrag (ETV) ist der Teil des DGB-GVP-Tarifwerks, der die konkreten tariflichen Stundenentgelte festlegt. Der Entgeltrahmentarifvertrag (ERTV) ordnet Tätigkeiten den Entgeltgruppen zu; der ETV enthält die dazugehö...
Begriff ansehen →Der Entleiher ist Partei des Überlassungsvertrags, aber nicht Vertragsarbeitgeber. Er erhält das arbeitsbezogene Weisungsrecht und übernimmt gesetzlich bestimmte Einsatzpflichten, insbesondere im Arbeitsschutz, beim Zugang zu Geme...
Begriff ansehen →Equal Pay konkretisiert den Gleichbehandlungsgrundsatz auf der Entgeltebene. Maßstab ist das Arbeitsentgelt einer vergleichbaren Stammkraft des Entleihers für eine vergleichbare Tätigkeit – und zwar im weiten Sinne („Total Compens...
Begriff ansehen →Equal Treatment ist der Oberbegriff: Gleichstellung bei allen wesentlichen Arbeitsbedingungen, von denen Equal Pay die Entgeltdimension bildet. Erfasst sind u. a. Dauer und Lage der Arbeitszeit, Überstunden, Pausen, Ruhezeiten, Na...
Begriff ansehen →Die Erlaubnispflicht ist das präventive Verbot mit Erlaubnisvorbehalt, das den Marktzugang an die Zuverlässigkeit des Verleihers knüpft. Ohne erforderliche Erlaubnis sind Überlassungs- und Arbeitsverträge nach § 9 AÜG unwirksam, s...
Begriff ansehen →Fachkräftemangel beschreibt eine anhaltende Diskrepanz zwischen der Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften und dem verfügbaren Angebot. Für die Zeitarbeit ist er doppelt relevant: Personaldienstleister positionieren sich als...
Begriff ansehen →Der Faktor (Kalkulationsfaktor) ist die zentrale betriebswirtschaftliche Kennzahl der Angebotskalkulation in der Zeitarbeit. Er bildet das Verhältnis zwischen dem dem Kunden berechneten Stundenverrechnungssatz und dem Bruttostunde...
Begriff ansehen →Die Festhaltenserklärung ist das Wahlrecht des Leiharbeitnehmers, die kraft Gesetzes eintretende Fiktion eines Arbeitsverhältnisses zum Entleiher abzuwenden und am Arbeitsvertrag mit dem Verleiher festzuhalten. Sie schützt nicht d...
Begriff ansehen →Die gesetzliche Fiktion nach § 10 AÜG ist die schärfste Schutzfolge des AÜG: Bei qualifizierten Verstößen gilt ein Arbeitsverhältnis zwischen Entleiher und Leiharbeitnehmer als zustande gekommen. Das trifft insbesondere Entleiher,...
Begriff ansehen →Die FKS ist die Kontrolleinheit der Zollverwaltung zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung. Sie prüft unter anderem die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns und der Lohnuntergrenze, der Melde-, Aufzeichnun...
Begriff ansehen →Flexicurity verbindet arbeitsmarktliche Flexibilität für Unternehmen mit sozialer Absicherung für Beschäftigte und gilt als europäisches Leitbild moderner Beschäftigungspolitik. Die Arbeitnehmerüberlassung wird gerne als Musterbei...
Begriff ansehen →Die Freistellung suspendiert die Arbeitspflicht bei fortbestehendem Arbeitsverhältnis. Zu unterscheiden sind bezahlte und unbezahlte, widerrufliche und unwiderrufliche sowie einvernehmliche und einseitige Freistellung. In der Zeit...
Begriff ansehen →Der GVP ist die durch Fusion von iGZ (Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen) und BAP (Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister) entstandene einheitliche Branchenvertretung und Tarifpartei auf Arbeitgeberseit...
Begriff ansehen →Die Generalunternehmerhaftung lässt den Auftraggeber für die Mindestentgeltpflichten seiner Nachunternehmer und der von diesen eingesetzten Verleiher einstehen. Nach § 14 AEntG und § 13 MiLoG haftet er wie ein selbstschuldnerische...
Begriff ansehen →Der Gleichbehandlungsgrundsatz (Equal Treatment) verpflichtet den Verleiher, dem Zeitarbeitnehmer für die Dauer der Überlassung die wesentlichen Arbeitsbedingungen eines vergleichbaren Stammbeschäftigten zu gewähren, einschließlic...
Begriff ansehen →Haftung in der Arbeitnehmerüberlassung umfasst mehrere Ebenen: Bürgenhaftung des Entleihers für Sozialversicherungsbeiträge, Fiktionsfolgen bei unwirksamer Überlassung, Erlaubnisträgerverantwortung des Verleihers, arbeitsrechtlich...
Begriff ansehen →Die Höchstüberlassungsdauer konkretisiert das Tatbestandsmerkmal „vorübergehend“. Sie ist arbeitnehmerbezogen und entleiherbezogen, nicht arbeitsplatzbezogen. Maßgeblich ist also derselbe Leiharbeitnehmer beim selben Entleiher.
Begriff ansehen →Illegale Arbeitnehmerüberlassung liegt vor, wenn ohne erforderliche Erlaubnis überlassen wird oder eine tatsächliche Überlassung unter einem anderen Vertragstyp verschleiert wird. Seit 2017 gehören auch fehlende Kennzeichnung als...
Begriff ansehen →Internalisierung beziehungsweise „Klebeeffekt" bezeichnet die Übernahme eines Zeitarbeitnehmers in die Stammbelegschaft des Entleihers. Arbeitsmarktpolitisch gilt der Effekt als erwünscht, weil Zeitarbeit eine Brückenfunktion in d...
Begriff ansehen →Die Jahressonderzahlung erfasst zusätzliche Entgeltbestandteile wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Ein gesetzlicher Anspruch besteht nicht; Grundlage sind Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung, Arbeitsvertrag oder betriebliche Übung. I...
Begriff ansehen →Die mit der AÜG-Reform 2017 eingeführte Pflicht verlangt, dass der Überlassungsvertrag vor Beginn der Überlassung ausdrücklich als Arbeitnehmerüberlassung bezeichnet (Kennzeichnung) und die Person des überlassenen Arbeitnehmers vo...
Begriff ansehen →Kettenverleih (Weiter-/Zwischenverleih) bezeichnet die unzulässige Weiterüberlassung eines bereits überlassenen Arbeitnehmers durch den Entleiher an einen Dritten. Er durchbricht das gesetzliche Leitbild, wonach nur der Vertragsar...
Begriff ansehen →Das Konzernprivileg nimmt bestimmte Arbeitnehmerüberlassungen zwischen Konzernunternehmen im Sinne des § 18 AktG von wesentlichen AÜG-Folgen aus. Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer nicht zum Zweck der Überlassung eingestellt...
Begriff ansehen →Bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber. In der Zeitarbeit ist Arbeitgeber stets der Verleiher, der das Beschäftigungs- und damit auch das Krankheitsris...
Begriff ansehen →Kurzarbeit ist die vorübergehende Reduzierung der betrieblichen Arbeitszeit bei erheblichem Arbeitsausfall. Kurzarbeitergeld kompensiert anteilig Entgeltausfall und dient der Beschäftigungssicherung.
Begriff ansehen →Die Kündigung beendet das Arbeitsverhältnis durch einseitige, empfangsbedürftige Willenserklärung. Zu unterscheiden sind ordentliche (fristgebundene) und außerordentliche (fristlose) Kündigung. In der Zeitarbeit besteht das Arbeit...
Begriff ansehen →Der allgemeine Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz (KSchG) verlangt für die soziale Rechtfertigung einer ordentlichen Kündigung personen-, verhaltens- oder betriebsbedingte Gründe. Daneben bestehen besondere Kündigung...
Begriff ansehen →Leiharbeit (Arbeitnehmerüberlassung, Zeitarbeit) ist ein gesetzlich geregeltes Dreiecksverhältnis. Der Verleiher überlässt einen bei ihm angestellten Arbeitnehmer gegen Entgelt einem Entleiher zur Arbeitsleistung; das arbeitsrecht...
Begriff ansehen →Der Leiharbeitnehmer ist beim Verleiher angestellt und wird vorübergehend bei einem oder mehreren Entleihern eingesetzt. Vertragspartner und Arbeitgeber bleibt der Personaldienstleister, der Entgelt, Urlaub, Sozialabgaben und Besc...
Begriff ansehen →Lohnfortzahlung bezeichnet die Fortzahlung des Arbeitsentgelts ohne Arbeitsleistung, insbesondere im Krankheitsfall (bis zu sechs Wochen) und an gesetzlichen Feiertagen. Sie ist Ausdruck des arbeitgeberseitigen Entgeltrisikos.
Begriff ansehen →Bei der Lohnpfändung wird das pfändbare Arbeitseinkommen des Arbeitnehmers zur Befriedigung eines Gläubigers eingezogen. Der Arbeitgeber wird als Drittschuldner in Anspruch genommen und muss den pfändbaren Teil unter Beachtung der...
Begriff ansehen →Die Lohnuntergrenze nach § 3a AÜG ist ein branchenspezifischer Mindestentgelt-Floor, der durch Rechtsverordnung des BMAS allgemeinverbindlich werden kann. Sie ist vom gesetzlichen Mindestlohn nach MiLoG und vom tariflichen DGB-GVP...
Begriff ansehen →Die LohnUGAÜV ist eine vom BMAS auf Vorschlag der Tarifparteien nach § 3a AÜG erlassene Rechtsverordnung. Sie setzt eine allgemeinverbindliche und zeitlich befristete Lohnuntergrenze für die Arbeitnehmerüberlassung fest.
Begriff ansehen →Der MTV ist das Rahmenwerk der Branche und regelt die qualitativen Arbeitsbedingungen, während ERTV (Eingruppierungssystematik) und ETV (konkrete Entgelthöhen) die Vergütung tragen. Im Zusammenspiel bilden sie die Grundlage der ta...
Begriff ansehen →Master Vendor und Managed Service Provider (MSP) sind Beschaffungsmodelle für externes Personal. Beim Master-Vendor-Modell übernimmt ein bevorzugter Personaldienstleister die Steuerung des gesamten Personalbedarfs eines Kunden und...
Begriff ansehen →Der gesetzliche Mindestlohn nach dem MiLoG bildet die branchenübergreifende absolute Untergrenze des Stundenentgelts. In der Zeitarbeit kann daneben eine höhere Lohnuntergrenze nach § 3a AÜG gelten, wenn eine entsprechende LohnUGA...
Begriff ansehen →Mitbestimmung umfasst die kollektivrechtlichen Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmer, ausgeübt insbesondere durch den Betriebsrat. In der Zeitarbeit stellt sich die Frage der Zuordnung zwischen Verleiher- und Entl...
Begriff ansehen →Der Mutterschutz schützt schwangere und stillende Beschäftigte durch ein gestuftes System aus Gefährdungsbeurteilung, Beschäftigungsbeschränkungen und -verboten, den Schutzfristen von sechs Wochen vor und grundsätzlich acht Wochen...
Begriff ansehen →Nachtarbeit ist Arbeit während der Nachtzeit, die wegen ihrer gesundheitlichen Belastung einen angemessenen Ausgleich erfordert. Dieser kann als Lohnzuschlag oder als bezahlter Freizeitausgleich gewährt werden.
Begriff ansehen →Nettolohnoptimierung bezeichnet die zulässige Gestaltung der Vergütungsstruktur, bei der steuer- und sozialversicherungsfreie Bestandteile genutzt werden, um den ausgezahlten Nettolohn zu erhöhen, ohne den Bruttoaufwand proportion...
Begriff ansehen →Onboarding umfasst die strukturierte Aufnahme, Einarbeitung und Integration neuer Beschäftigter. In der Zeitarbeit ist es zweistufig: Aufnahme beim Personaldienstleister und Einweisung beim jeweiligen Entleiher.
Begriff ansehen →Overhead bezeichnet die Gemeinkosten des Personaldienstleisters, die nicht einem einzelnen Überlassungsauftrag direkt zuzurechnen sind, insbesondere für Verwaltung, Disposition und Recruiting. Er ist wesentlicher Bestandteil des K...
Begriff ansehen →Der Personaldienstleister erbringt Personaldienstleistungen, insbesondere Arbeitnehmerüberlassung und Personalvermittlung. Bei der Überlassung ist er Arbeitgeber der Leiharbeitnehmer und trägt das Verleih- und Entgeltrisiko.
Begriff ansehen →Personaldienstleistung ist der Oberbegriff für unternehmensbezogene Dienstleistungen rund um die Beschaffung, Überlassung und Vermittlung von Personal. Kernfelder sind die Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit), die Personalvermittl...
Begriff ansehen →Der Personaldisponent ist eine zentrale operative Schlüsselrolle beim Personaldienstleister. Er steuert die Schnittstelle zwischen Kundenbedarf und verfügbaren Mitarbeitern und verantwortet den wirtschaftlichen Erfolg seiner Einsä...
Begriff ansehen →Personalgestellung bezeichnet die auf Dauer angelegte Zuweisung eines Arbeitnehmers zur Tätigkeit bei einem Dritten unter Fortbestand des bisherigen Arbeitsverhältnisses, geregelt insbesondere in § 4 Abs. 3 TVöD (und entsprechend...
Begriff ansehen →Personalvermittlung bezeichnet die Herstellung eines direkten Arbeitsverhältnisses zwischen Bewerber und Kundenunternehmen, ohne dass der Vermittler Arbeitgeber wird. Sie ist von der Arbeitnehmerüberlassung strikt zu trennen, wird...
Begriff ansehen →Die Probezeit dient der beidseitigen Erprobung des Grundverhältnisses (Verleiher–Leiharbeitnehmer). Sie ist vom Einsatz beim Entleiher zu trennen: Ein Einsatzende oder -wechsel berührt das Arbeitsverhältnis und damit die Probezeit...
Begriff ansehen →Die Vermittlungsprovision ist das Entgelt, das der Entleiher an den Verleiher zahlt, wenn er einen zuvor überlassenen Zeitarbeitnehmer in ein eigenes Arbeitsverhältnis übernimmt. Sie kompensiert entgangene Überlassungsumsätze und...
Begriff ansehen →Qualifizierung und Weiterbildung bezeichnen die systematische Entwicklung fachlicher und überfachlicher Kompetenzen von Zeitarbeitnehmern. Sie dienen der Vermittelbarkeit, der Reduzierung einsatzfreier Zeiten und der Mitarbeiterbi...
Begriff ansehen →Ein Qualitätsmanagement-System umfasst die systematische Steuerung und kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse. DIN-Normen wie die DIN EN ISO 9001 bilden den anerkannten Bezugsrahmen für zertifizierbare Managementsystem...
Begriff ansehen →Der Rahmenvertrag ist die Grundlagenvereinbarung zwischen Verleiher und Entleiher, unter der die einzelnen Arbeitnehmerüberlassungsverträge geschlossen werden. Er bündelt die dauerhaften Konditionen der Geschäftsbeziehung.
Begriff ansehen →Rufbereitschaft liegt vor, wenn sich der Arbeitnehmer außerhalb der regulären Arbeitszeit bereithält, um auf Abruf die Arbeit aufzunehmen, den Aufenthaltsort dabei aber grundsätzlich frei wählen darf. Abzugrenzen ist sie vom Berei...
Begriff ansehen →Das Dritte Buch Sozialgesetzbuch regelt die Arbeitsförderung mit der Bundesagentur für Arbeit als Trägerin. Es umfasst unter anderem Arbeitslosengeld, Vermittlung sowie die Förderung der beruflichen Weiterbildung.
Begriff ansehen →Saisonarbeit bezeichnet Beschäftigung zur Deckung zeitlich begrenzter, wiederkehrender Bedarfsspitzen, etwa in Landwirtschaft, Tourismus, Logistik oder Einzelhandel. Zeitarbeit ist ein Instrument, solche Spitzen ohne dauerhaften P...
Begriff ansehen →Scheinselbständigkeit liegt vor, wenn eine Person formal als selbständiger Auftragnehmer (Freelancer, Solo-Selbständiger) geführt wird, tatsächlich aber weisungsgebunden, in eine fremde Arbeitsorganisation eingegliedert und ohne n...
Begriff ansehen →Beim Scheinwerkvertrag wird ein Vertrag formal als Werk- oder Dienstvertrag bezeichnet, tatsächlich aber als Arbeitnehmerüberlassung durchgeführt. Maßgeblich ist die gelebte Durchführung, nicht die Überschrift des Vertrags.
Begriff ansehen →Schwarzarbeit erfasst die Erbringung oder Ausführung von Dienst- oder Werkleistungen unter Verletzung sozialversicherungs-, steuer- oder gewerberechtlicher Melde-, Anzeige- und Erlaubnispflichten. Das SchwarzArbG bündelt die Tatbe...
Begriff ansehen →Schwellenwerte sind gesetzlich definierte Beschäftigtenzahlen, bei deren Über- oder Unterschreiten bestimmte Rechtsfolgen eintreten, insbesondere im Betriebsverfassungs- und Mitbestimmungsrecht.
Begriff ansehen →Schwerbehinderte Menschen (Grad der Behinderung ab 50) und ihnen gleichgestellte behinderte Menschen (Grad der Behinderung ab 30 bei arbeitsmarktbezogener Gleichstellung) genießen besonderen arbeitsrechtlichen Schutz: insbesondere...
Begriff ansehen →Bei einer betriebsbedingten Kündigung muss der Arbeitgeber unter den vergleichbaren Arbeitnehmern eine soziale Auswahl treffen. Zu berücksichtigen sind nach § 1 Abs. 3 KSchG ausschließlich die Dauer der Betriebszugehörigkeit, das...
Begriff ansehen →Die Sozialversicherung umfasst Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosen- und gesetzliche Unfallversicherung. In der Zeitarbeit ist der Verleiher als Arbeitgeber für Anmeldung und Beitragsabführung verantwortlich.
Begriff ansehen →Stammarbeitnehmer sind die unmittelbar beim Entleiher beschäftigten Arbeitnehmer; sie bilden die Stammbelegschaft und dienen als Vergleichsmaßstab für den Gleichstellungsgrundsatz (Equal Pay und Equal Treatment).
Begriff ansehen →Im Statusfeststellungsverfahren nach § 7a SGB IV klärt die Deutsche Rentenversicherung Bund (Clearingstelle) verbindlich, ob eine Tätigkeit als abhängige Beschäftigung oder als selbständige Tätigkeit einzuordnen ist. Es schafft Re...
Begriff ansehen →Das Streikbruchverbot untersagt dem Entleiher, Leiharbeitnehmer einzusetzen, soweit sein Betrieb unmittelbar durch einen Arbeitskampf betroffen ist. Es sichert die Tarifautonomie und das Kräftegleichgewicht im Arbeitskampf, indem...
Begriff ansehen →Der Stundenverrechnungssatz ist der Preis je Einsatzstunde, den der Entleiher an den Verleiher zahlt. Er ergibt sich typischerweise aus dem Bruttostundenlohn des Zeitarbeitnehmers, multipliziert mit einem Kalkulationsfaktor.
Begriff ansehen →Tarifautonomie ist das grundrechtlich verbürgte Recht der Koalitionen, Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen autonom durch Tarifverträge zu gestalten. Sie bildet die Legitimationsgrundlage für die abweichenden Branchenregelungen der...
Begriff ansehen →Tarifgebundenheit bestimmt die normative Geltung eines Tarifvertrags. Tarifgebunden sind nach § 3 Abs. 1 TVG die Mitglieder der Tarifvertragsparteien und ein Arbeitgeber, der selbst Partei des Tarifvertrags ist. Eine arbeitsvertra...
Begriff ansehen →Tarifliches Equal Pay bezeichnet die nach § 8 Abs. 4 Satz 2 AÜG zulässige, zeitlich verlängerte Tarifabweichung vom Gleichstellungsgrundsatz. Ein qualifizierter Branchenzuschlagstarifvertrag definiert ein Entgelt, das die Tarifver...
Begriff ansehen →Tarifverträge entfalten normative Wirkung (§ 4 TVG) zwischen Tarifgebundenen; in der Zeitarbeit sind sie zugleich das Vehikel der Abweichung vom gesetzlichen Gleichbehandlungsgrundsatz (§ 8 Abs. 2–4 AÜG) – entweder kraft beidersei...
Begriff ansehen →Die Tariföffnungsklausel ermöglicht es, über einen Tarifvertrag der Einsatzbranche oder eine darauf gestützte Betriebsvereinbarung von der gesetzlichen Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten abzuweichen, in der Regel zugunsten län...
Begriff ansehen →Temp-to-Perm beschreibt den Übergang einer Zeitarbeitskraft in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis beim Entleiher, den sogenannten Klebeeffekt. Zeitarbeit fungiert dabei als Erprobungs- und Integrationsinstrument in den ers...
Begriff ansehen →Die gesetzliche Unfallversicherung sichert Beschäftigte gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten ab. Sie wird allein vom Arbeitgeber finanziert und gewährt Heilbehandlung, Rehabilitation und Entschädigungsleistungen.
Begriff ansehen →Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind tarifliche oder vertragliche Sonderzahlungen zusätzlich zum laufenden Entgelt. Ein allgemeiner gesetzlicher Anspruch besteht nicht; in der Zeitarbeit folgen sie aus dem Branchentarifwerk.
Begriff ansehen →Der Urlaubsanspruch garantiert bezahlte Erholungsfreistellung. Das gesetzliche Mindestmaß beträgt bei einer Fünf-Tage-Woche 20 Urlaubstage jährlich; tarifliche Regelungen erweitern diesen Anspruch regelmäßig.
Begriff ansehen →Verdeckte Arbeitnehmerüberlassung liegt vor, wenn eine Überlassung trotz vorhandener Erlaubnis ohne ausdrückliche Kennzeichnung und Konkretisierung erfolgt, etwa unter dem Deckmantel eines Werk- oder Dienstvertrags. Die Erlaubnis...
Begriff ansehen →Das Vergleichsentgelt ist das Entgelt einer vergleichbaren Stammkraft des Entleihers und bildet den Maßstab für Equal Pay. Es umfasst nicht nur den Grundlohn, sondern grundsätzlich alle wesentlichen Entgeltbestandteile, die einer...
Begriff ansehen →Der Verleiher ist der Vertragsarbeitgeber des Leiharbeitnehmers und Träger der Erlaubnis. Er bündelt die klassischen Arbeitgeberfunktionen wie Vergütung, Sozialversicherung, Urlaub und Fürsorge und trägt das wirtschaftliche Risiko...
Begriff ansehen →Verleihfreie Zeit bezeichnet einsatzlose Phasen, in denen der Leiharbeitnehmer keinem Entleiher zugewiesen ist, das Arbeitsverhältnis zum Verleiher aber fortbesteht. Der Verleiher befindet sich regelmäßig im Annahmeverzug und schu...
Begriff ansehen →„Vermittlungsvorrang“ ist im AÜG kein eigenständiger gesetzlicher Vorrangmechanismus. Im Branchengebrauch meint der Begriff meist Personalvermittlung oder die Übernahme eines Leiharbeitnehmers durch den Entleiher nach einem Einsat...
Begriff ansehen →Die Vermutungsregelung des § 1 Abs. 2 AÜG wird häufig falsch beschrieben. Sie vermutet nicht schlicht „verdeckte Arbeitnehmerüberlassung“, sondern Arbeitsvermittlung, wenn Arbeitnehmer Dritten zur Arbeitsleistung überlassen werden...
Begriff ansehen →Das verstetigte Monatsentgelt ist ein gleichbleibendes monatliches Entgelt, das Einsatzschwankungen glättet. Es steht in der Zeitarbeit in engem Zusammenhang mit dem Arbeitszeitkonto und verhindert, dass einsatzfreie Zeiten unmitt...
Begriff ansehen →Als Vorratserlaubnis bezeichnet man eine AÜG-Erlaubnis, die ein Unternehmen vorsorglich beantragt und vorhält, um einen als Werk- oder Dienstvertrag bezeichneten Fremdpersonaleinsatz für den Fall abzusichern, dass dieser sich nach...
Begriff ansehen →Gemeint ist die Qualifizierung von Leiharbeitnehmern, vorrangig in verleihfreien Zeiten, zur Erhaltung und Erweiterung der Einsatzfähigkeit. Weiterbildung ist regelmäßig arbeitgeberseitige Investition und kann teils tariflich oder...
Begriff ansehen →Beim Werkvertrag schuldet der Auftragnehmer einen bestimmten Erfolg, nicht die bloße Arbeitsleistung. Das Weisungsrecht über das eingesetzte Personal verbleibt beim Auftragnehmer; eine Eingliederung in die Organisation des Kunden...
Begriff ansehen →Zeitarbeit ist synonym mit Arbeitnehmerüberlassung und Leiharbeit. Charakteristisch ist das Dreiecksverhältnis zwischen Verleiher, Leiharbeitnehmer und Entleiher: Der Verleiher ist Arbeitgeber, überlässt den Beschäftigten aber geg...
Begriff ansehen →Die Zeitarbeitsfirma ist der Verleiher bzw. Personaldienstleister, der Beschäftigte anstellt und gegen Entgelt an Entleiher überlässt. Sie ist arbeitsrechtlicher Arbeitgeber und trägt das Lohn- und Beschäftigungsrisiko, auch in ve...
Begriff ansehen →Im Bauhauptgewerbe ist Arbeitnehmerüberlassung grundsätzlich unzulässig. Nach § 1b AÜG dürfen Leiharbeitnehmer nicht in Betriebe des Baugewerbes für Arbeiten überlassen werden, die üblicherweise von Arbeitern verrichtet werden. We...
Begriff ansehen →Das Zeitkonto, üblicherweise Arbeitszeitkonto genannt, erfasst geleistete Arbeitszeit als Plus- und Minusstunden. Es entkoppelt die tatsächliche Arbeitszeit vom ausgezahlten Entgelt und ermöglicht so das verstetigte Monatsentgelt.
Begriff ansehen →Zuschläge sind zusätzliche Entgeltbestandteile für besonders belastende Arbeitszeiten oder Mehrarbeit, etwa für Nacht-, Sonn-, Feiertags- und Schichtarbeit sowie Überstunden. Sie treten zum tariflichen Grundentgelt hinzu.
Begriff ansehen →Bei der Zweckbefristung endet das Arbeitsverhältnis nicht zu einem kalendarisch festen Termin, sondern mit Erreichen eines vereinbarten Zwecks oder Eintritt eines bestimmten Ereignisses. Sie ist eine Form der zulässigen Befristung...
Begriff ansehen →Der iGZ (Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen) war bis 2023 einer der beiden maßgeblichen Arbeitgeberverbände der Zeitarbeit und Tarifvertragspartner eines eigenständigen Branchentarifwerks. Der Begriff ist heute his...
Begriff ansehen →Der Überlassungsvertrag, auch Arbeitnehmerüberlassungsvertrag (AÜV), ist der schuldrechtliche Vertrag zwischen Verleiher und Entleiher über die Gestellung von Zeitarbeitskräften. Er ist vom Arbeitsvertrag zwischen Verleiher und Be...
Begriff ansehen →Überstunden und Mehrarbeit sind über die vereinbarte regelmäßige Arbeitszeit hinausgehende Arbeitsleistungen. In der Zeitarbeit werden sie typischerweise über ein Arbeitszeitkonto gesteuert, das das verstetigte Monatsentgelt von d...
Begriff ansehen →